Fake-Shops und Identitätsklau

Letztens gab es im Fernsehen eine Sendung über Fake-Shops im Internet. Es kann jeden treffen, auch wenn Sie es nicht für möglich halten. Selbst routinierte Onlineshopper sind schon in diese Falle getappt.

Schauen Sie also beim nächsten Kauf in einem neuen Shop genauer hin. Meist ist nicht nur Ihr Geld weg, auch Ihre Identität wird für das Anlegen neuer Fake-Shops missbraucht.

Woran kann man denn nun einen Fake-Shop erkennen?

Fast jeder Fake-Shop hat ein Gütesiegel in seinem Shop integriert. Diese Siegel signalisieren dem Käufer eine trügerische Sicherheit. Doch diese Siegel in einem Fake-Shop lassen sich nicht anklicken und sind nur eine reine Bilddatei. Um mal das Käufersiegel vom Händlerbund als Beispiel zu nehmen: Beim Anklicken öffnet sich das Zertifikat des jeweiligen Shopbetreibers. Darüber kann man sich schon ganz gut informieren. Öffnet sich nichts beim Anklicken, sollte man stutzig werden.

Ein wichtiges Kriterium ist das Impressum. Dort muss die gesetzliche Anbieterkennung hinterlegt sein. Nur eine E-Mailadresse reicht dafür nicht aus. Falls Sie dennoch bestellen möchten, schreiben Sie den Shopbetreiber im Vorfeld an, auch das kann ganz hilfreich sein. Kommt eine E-Mail mit schlechtem Deutsch zurück, sollten Sie auch vorsichtig sein.

Schauen Sie sich ganz genau die AGBs an, sind vielleicht deutliche Rechtschreibfehler erkennbar? Gibt es ein Widerrufsrecht oder Datenschutzbestimmungen?

In einigen Fake-Shops werden diese Seiten nicht ausgefüllt und es befindet sich noch der Mustertext auf den Seiten.

Welche Zahlungsarten werden angeboten? Vorsicht ist geboten, wenn nur unsichere Zahlungsarten wie. z. B. Vorabüberweisung möglich ist. Diese Zahlung wird nach Ausführung von Ihrer Bank nur noch begrenzt zurückgebucht. Ist diese Zahlung erstmal ausgeführt, ist Ihr Geld unwiderruflich weg.

Einige Fake-Shops haben das Paypal-Logo auf Ihrer Seite, bieten diese Zahlungsmethode dann aber beim Bestellablauf gar nicht an. 

Seien Sie misstrauisch, wenn ein Shop hochpreisige Markenartikel zu Schnäppchenpreisen anbietet. Meist sind alle Größen und Farben vorhanden, selbst bei Trendartikeln, die sonst überall vergriffen sind. Hier kann dann was nicht stimmen!

Sollten Sie schon auf einen Fake-Shop hereingefallen sein, dann prüfen Sie, ob sich Ihre Überweisung noch zurückziehen läßt. In jedem Fall ist eine Anzeige bei der Polizei unterlässlich. Diese Anzeige kann online aufgegeben werden. Die Stiftungwarentest hat dazu einen Beitrag verfasst. Zum Beitrag  https://www.test.de/Gewusst-wie-Online-Anzeige-erstatten-5003664-0/

Auf der Seite Watchlist-internet gibt es eine Liste mit gemeldeten Fake-Shops. Ein Blick vor dem Kauf auf diese Liste kann nicht schaden.

Nun kann ich Ihnen nur noch einen ungetrübten Einkaufsbummel im Internet wünschen.

 

Beste Grüße

Marianne Reinke

 

Den ersten Kommentar schreiben.

Antworten

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.