Nadeln für die Nähmaschine

Heute schreibe ich über die gängigsten Nähnadeln für Ihre Nähmaschine.

Als Faustregel gilt, je dünner der Stoff, desto dünner und je dicker der Stoff, desto dicker sollte auch die Nadel sein.

Am Anfang können Sie sich ein Set von Universalnadeln zulegen. Meist kommt man damit ganz gut zurecht.

Die Universalnadel hat eine ganz normale Spitze und hält recht lange.

Eine 70er Nadel können Sie für feine Stoffe verwenden. Für besonders dicke oder grobe Materialien sind die 110er Nadeln besser geeignet.

Sollten Sie Jerseystoffe vernähen, dann werden Sie früher oder später nicht um eine Jerseynadel herumkommen. Bei der Jerseynadel ist die Spitze abgerundet (eine sogenannte mittlere Kugelspitze), so dass die Stofffasern nicht durchstochen werden (Beim Durchstechen kann es sonst zu Laufmaschen kommen). Mit der Jerseynadel lassen sich auch gut Fleece und Sweetstoff nähen. Auch hier gilt wieder, dünner Stoff dünne Nadel, dicker Stoff dicke Nadel.

Die Jeansnadel ist spitzer als die Universalnadel und nutzt sich dadurch auch stärker ab. Aber mit dieser Nadel lassen sich nicht nur Jeansstoffe gut nähen. Ich verwende sie auch für Wachstuch, Kunstleder und Cordstoffe.

Dann gibt es noch die Microtex-Nadel. Diese ist besonders spitz und sehr schmal. Sie ist gut geeignet für Mikrofaserstoffe, Seide aber auch für Kunstleder oder Wachstuch.

Zu guter Letzt möchte ich noch etwas über die Ledernadel schreiben. Die Ledernadel ist vorn besonders beschliffen und sticht somit kleine Löcher in das Leder. Damit sollten Sie keine normalen Stoffe nähen. Das Gewebe wird durch die Nadel zerstochen. Jedoch können Sie damit auch Folien oder Kunstleder nähen. Dafür gibt es unterschiedliche Stärken. Hier gilt auch wieder, dünnes Leder dünne Ledernadel, dickes Leder mit der dickeren Nadel nähen.

Es gibt sicher noch viele verschiedene Nadeln auf dem Markt. Aber um erst einmal ein schönes Nähergebnis zu erzielen, sollte diese Ausführung sicher ausreichen. Für weitere Projekte einfach mal nach neuen Nadeln im Internet suchen.

 

Viel Spaß bei Ihren Nähprojekten

 

Marianne Reinke

Kommentare

  1. Wer sich intensiv mit dem Thema Nähen beschäftigt, hat bereits viel Ahnung über das Zubehör welches man für die Nähmaschine aber auch sonst fürs Nähen benötigt. Verschiedene Stoffarten benötigen verschiedene Arten von Nadeln damit die Naht auch perfekt aussieht. Die normale Spitze einer Nähmaschinen-Nadel sieht spitz aus auch wenn diese eine (unter dem Mikroskop betrachtet) leichte Rundung aufweist, damit sie den Stoff verdrängt und nicht das Gewebe verletzt. Für elastische Stoffe, etwa gestrickte, gewirkte oder mit Elasthan-Beimischung empfiehlt sich jedoch die Nähmaschinen-Stretch- bzw. Jersey-Nadel, die eine kugelförmige Spitze hat. Dadurch wird verhindert, dass sich die Nadel bei Wirkwaren im Gewebefaden verfängt und hässliche Fäden ins Gewebe zieht oder im Elastomer-Faden hängen bleibt. Eine besonders feine Spitze hat aus ähnlichem Grund die Micro-Nadel, die bei Microfasern und besonders feinen Geweben eingesetzt wird. Die Jeans-Nadel ist eine Nadel der Stärke No. 90 oder 100, die besonders gehärtet ist, um sehr festem und dichten Gewebe gewachsen zu sein. Und dann gibt es noch die Leder-Nadel, die mikroskopisch gesehen einem kleinen Messer ähnelt. Damit schneidet sich die Nadel sauber in Leder und Kunstleder und kann so besser eindringen ohne das Material zu zerreißen. All diese Nadeln sind als Flach- wie auch als Rundkolbennadel erhältlich.

    • Hallo Miri, vielen Dank, wirklich ein sehr hilfreicher Kommentar. War gerade auf deiner Seite, wenn sich einer mit Nadeln auskennt, dann du 🙂 Beste Grüße Marianne

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